Psychische Gesundheit 2017-02-06T14:49:00+00:00

Fokus Gesundheit: Die gesunde Organisation

„Gesundheitsförderung zielt auf einen Prozess, allen Menschen ein höheres Maß an Selbstbestimmung über ihre Gesundheit zu ermöglichen und sie damit zur Stärkung ihrer Gesundheit zu befähigen“. (Ottawa-Charta)

Wissenswertes zur psychischen Gesundheit

Im Juli 2015 ist das Präventionsgesetz (PräG) in Deutschland in Kraft getreten, die Gesundheitsförderung direkt im Lebensumfeld stärken soll. Informationen unter www.bundesgesundheitsministerium.de

Zur psychischen Gesundheit am Arbeitsplatz zählen zusätzlich zu den Arbeitsbedingungen, ein bewusster Umgang mit dem eigenen Körper, ausreichend Bewegung, gesunde Ernährung, Entspannungsmethoden und Vorsorgechecks zur Früherkennung.

Gesunde Organisationen leben von gesunden Mitarbeitern, die ihr Arbeitsleistung, Motivation und Ideen gewinnbringend einbringen.

Der Einsatz von gesundheitsfördernden Maßnahmen soll Führungskräfte und Mitarbeiter unterstützen und dazu anhalten, bewusst und aktiv für ihre Gesundheit zu sorgen.

Maßnahmen zur Gesundheitsförderung reichen von der Aufklärung zur gesunden Ernährungsweise, gesundheitsfördernde Arbeitsplatzgestaltung, gesundheitsgerechte Mitarbeiterführung, Verbesserung des Betriebsklimas bis Verankerung von gesundheitsrelevanten Werten im Organisationsleitbild.

Gesundheit wird nach dem Gestaltansatz als ein ungestörter Kontakt nach innen und außen definiert und die Fähigkeit eines Menschen, seine psychischen, geistigen, physischen und sozialen Bedürfnisse ohne Schaden für sich und seine Umwelt zu befriedigen. Das beinhaltet beispielsweise in Stresssituationen die individuellen Möglichkeiten, sich stimmig zur Situation und sozialen Umwelt abgrenzen zu können.

Die Messung psychischer und sozialer Belastungen am Arbeitsplatz sind aufgrund der individuellen Bewertung des Einzelnen schwierig. Häufig werden die Faktoren bei der Gewährungsbeurteilung im Betrieb nicht mit aufgenommen. Sie sind jedoch unverzichtbar in dem Prozess der psychischen Gesundheitsförderung.

Folgende Stressoren wirken auf den Arbeitsplatz:

> mangelnde Arbeitsbedingungen
> Termindruck und häufige Überstunden, ebenso wie Unterforderung
> fehlendeTransparenz von Entscheidungen
> Ungewissheit über die erwartete Arbeitsleistung
> mangelnde Transparenz in Betriebsabläufe
> divergente Arbeitsanforderungen

Resilienz sind die seelischen Widerstandskräfte, die in schwierigen Situationen als Ressourcen zur Verfügung stehen. Je bewusster sich jede mit seinen Ressourcen und Energiequellen auseinandersetzt, desto besser werden diese im Notfall zur Verfügung stehen.

Im Berufsalltag sind mit Resilienz Merkmale wie realistische Zielsetzungen, Vertrauen in die eigene Selbstwirksamkeit, emotionale Ausgelichenheit und Frustrationstoleranz wichtig.

Der Resilienzaspekt ist für Burnout-Gefährdete und stressgeschädigte Menschen ein wesentlicher Baustein im Coaching-Prozess.

Achtsamkeit unterstützt in Stresssituationen die Kontrolle zu behalten und Ruhe zu bewahren. Die Möglichkeit sich innerlich von der Situation zu distanzieren und in eine Beobachterhaltung zu gehen, hilft sich nicht von den Emotionen gefangen nehmen zu lassen.

In Stresssituationen wirken die bewusste Wahrnehmung der Gegenwart und die Konzentration auf den Atmen positiv auf das eigene Erleben. Mit dem Einsatz unserer Sinne durch gerichtete Aufmerksamkeit auf körperliche Empfindungen, Hören, Sehen, Riechen oder Tasten nehmen wir Kontakt zur Umwelt auf.

Die Praxis der Achtsamkeit muss regelmäßig geübt werden, damit sie in Stresssituationen zur Verfügung steht.